Der im Netz immer wieder zu lesende Leitsatz „Think global, act local“ gilt auch für das Datenmanagement und die Publikationsprozesse bei international agierenden Unternehmen:
- Daten sollen zentral im Unternehmen gehalten und ausgewertet werden.
- Bei der Publikation der Daten müssen die Bedürfnisse der regionalen Märkte berücksichtigt werden.
Diese Anforderungen sind – zumindest in der Theorie – schon seit längerem bekannt. Doch in der Realität finden sich noch viele Unternehmen, in denen die tägliche Arbeit im Produktmanagement oder bei der Dokumentation davon bestimmt ist, Daten aus unterschiedlichen Systemen mühsam zu beschaffen oder abzugleichen. Sind neben unterschiedlichen Systemen außerdem noch unterschiedliche Märkte involviert, so vervielfältigen sich Mühe und Aufwand sehr schnell.
Alles eine Frage der Schnittstellen
Heterogene IT-Systemlandschaften bedeuten eine große Herausforderung – oftmals sind Systeme über Jahre hinweg gewachsen und sollen nun zusammengefasst werden. Die Daten und Systeme unterschiedlicher Landesgesellschaften in einem zentralen System zu konsolidieren, kann aber enormen Aufwand und Kosten bedeuten. Hier ist oftmals eine vertikale Trennung der Systeme angebracht. Das beutet nicht, dass ein System alles kann, sondern eine überschaubare Anzahl von spezialisierten Systemen, die ihr Kerngebiet beherrschen und die relevanten Daten austauschen. Also: ein ERP, ein PIM, ein MAM – die miteinander korrespondieren können.
Kleine Schritte
Bei der Ablösung alter Systeme wäre es oft am schönsten, einen „radikalen“ Schnitt zu machen und neu anzufangen. Aber selten hat ein Unternehmen Zeit, sich über Monate hinweg mit sich selbst zu beschäftigen. Hier nun der pragmatische Ansatz in zwei Stufen: die kritischen und anfälligsten Systeme identifizieren und ablösen und zudem ähnliche oder redundante Systeme zusammenfassen.
Dabei ist es wichtig, sich das Unternehmensziel stets vor Augen zu halten und sich auf einzelne Brennpunkte zu konzentrieren. So kann der Ansatz “think global, act local” also nicht nur auf Datenhaltung und Publikation angewendet werden. Auch bei der Entwicklung neuer und auf Migration bestehender Systeme bewährt sich dieses Vorgehen.




